Klassenfahrt nach Berlin

Die 10. Klassen fuhren in der Zeit vom 10. - 14. März 2008 auf ihrer Abschlussfahrt nach Berlin.

Sie wurden eingeladen vom Bundestagsabgeordneten für den Märkischen Kreis Hartmut Schauerte.



Montag: 
Fahrt von Lüdenscheid nach Berlin
- mit Hindernissen.

Das fing ja schon gut an! Für den 10. März hatte die Gewerkschaft GDL einen Streik der Lokführer angekündigt. Jeder zweite Zug nach Berlin sollte ausfallen. Ausgerechnet unser Zug - der ICE 859 - war dabei.
 

Zum Glück  fanden wir kurzfristig ein Busunternehmen, das die An- und Abreise übernahm:
die Fa. Reimann aus Hohenlimburg





Ohne sie hätten wir einen späteren Zug nehmen müssen - ohne Platzreservierung. Und das hätte über 3 Stunden Stehen im Gang bedeutet! Toll!

Aber so war es schon besser. Na, dann konnte es ja losgehen. Nach etwa 7 Stunden Fahrt ohne nennenswerte Staus (die gab es immer nur auf der Gegenfahrbahn) kamen wir in Berlin an.


Unsere Unterkunft gehört nicht gerade zu den kleinen Herbergen in Berlin. Das Generator-Hostel hat über 900 Betten.
Die Gäste kamen aus aller Herren Länder, kaum jemand sprach deutsch.






Dienstag:
Große Stadtbesichtigung

In Berlin wurde auch gestreikt, die öffentlichen Verkehrsbetriebe wollten bis mindestens Freitag die Arbeit niederlegen. Zum Glück fuhr wenigstens die S-Bahn. Man kam zwar nicht überall hin, aber doch ein ganzes Stück weit hinein in die Innenstadt.
Am ersten Tag fuhren wir bis zum Berliner Hauptbahnhof, einem wirklich mächtigen Bauwerk.

Am Bundeskanzleramt machten wir eine kurze Pause für ein Gruppenfoto.

Im Hintergrund, auf dem Balkon, ganz klein noch zu erkennen, erklärte Angela Merkel gerade einer hochrangigen  Besuchergruppe die Weltpolitik. Da wir die schon kannten gingen wir weiter zum Paul-Löbe-Haus.




Mit dem Kanzleramt und der Bibliothek bildet das Paul-Löbe-Haus eine Einheit. Es verbindet den ehemaligen Westen der Stadt mit dem Osten und führt über die Spree hinweg.
Die Architekten haben sich schon was dabei gedacht.
Direkt daneben liegt das alte Reichstagsgebäude. Dort waren wir aber erst für den Abend angemeldet. Wir hatten also noch Zeit.






Deshalb machten wir  zunächst eine kleine Stadtrundfahrt vom Brandenburger Tor zum Kürfürstendamm.





Es ging vorbei am Kongresszentrum und dem Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten




Kurz vor dem Hotel Intercontinentel, dem angeblich sichersten Hotel der ganzen Stadt, überholte uns eine Motorradstaffel der Polizei und bog in die Hoteleinfahrt ein. Leider haben wir nicht mitbekommen,  um welchen wichtigen Besucher es sich handelte. 


Nach einem kurzen Blick auf die Gedächtniskirche  machten sich die meisten schnell auf zu einem kleinen Shopping-Bummel im Europa-Center oder dem KaDeWe.


 

Bepackt mit Tüten und Beuteln ging es auf die zweite Etappe der Stadtrundfahrt, diesmal in den Ostteil der Stadt,.



Unsere nächste Station war der Checkpoint Charlie und das Mauermuseum.





 

So sah es früher aus ... ... und so sieht es heute aus.
Nichts davon ist noch echt.
Auf dem Weg vom Mauermuseum zum Reichstagsgebäude, vorbei am Potsdamer Platz, dem Mahnmal für die Opfer des Holocaust und dem Brandenburger Tor.
Und immer wieder wurden Straßen abgesperrt und mehr oder weniger wichtige Gäste mit großem Gefolge durch die Gegend gefahren.
Nur wir mussten zu Fuß gehen.



Vor dem Paul-Löbe-Haus warteten wir auf unseren Termin mit dem Bundestagsabgeordneten Hartmut Schauerte. Es war sehr windig.




 

Im Paul-Löbe-Haus befinden sich  einige Büros für die Abgeordneten.


Es ist ein sehr imposanter Bau.

Wir wurden hier empfangen und bekamen zuerst einmal einen kleinen Imbiss - Buletten mit Kartoffelsalat oder Gemüse-Burger. Lecker.

Der Blick aus dem Fenster der Kantine über die Spree war beeindruckend. Die Spree war früher die Grenze zwischen Ost und West.
Nach dem Essen gab es Erklärungen zum Bundestag.




Und dann trafen wir Hartmut Schauerte,
unseren Bundestagsabgeordneten.

Was viele nicht wussten: Er ist
 Parlamentarischer Staatssekretät im
 Wirtschaftministerium und damit ein
 wichtiger Mann.





Wie er uns erzählte, hatte er am Vormittag ein zweistündiges Gespräch mit Angela Merkel und in der nächsten Woche wird er im Auftrag der Bundesregierung nach China fahren, um mit chinesischen und deutschen Wirtschaftsführern zu sprechen und Reden zu halten. Respekt.




Mittwoch: Unter den Linden

Der Tag begann - wie jeder Tag - mit einem kurzen Gang zur S-Bahn-Station "Landsberger Allee", denn die lag direkt vor der Tür.


Von dort fuhr uns die Linie 41 zunächst zum Ostkreuz und dann gings mit der Linie 9 zum Alexanderplatz.



Den Mittag verbrachten wir im "Alexa", dem größten Einkaufszentrum Berlins.
Etwas größer als das Stern-Center in Lüdenscheid war es schon!


Nachdem wir uns im "Alexa" gestärkt hatten - zum Glücks gabs hier auch ein McDonald - machten wir einen Spaziergang vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor.



Es ging vorbei am ehemaligen Palast der Republik, der fast schon vollständig abgebaut war und dem Berliner Dom, der größten Kirche der Stadt.



Auf der Prachtstraße "Unter den Linden" kamen wir an wunderschönen Gebäuden vorbei, die wir uns allerdings erst beim nächsten Berlinbesuch näher anschauen wollen.


Dann werden wir übrigens auch im Hotel Adlon am Pariser Platz  übernachten, in
unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors. Es soll das beste Haus in der Stadt sein.

Wir haben uns schon mal nach den Preisen erkundigt:

Das günstigste Zimmer ist pro Person und Nacht schon für 450,- Euro zu bekommen.

Wer etwas komfortabler wohnen möchte nimmt die Präsidenten-Suite für  10.000,- Euro am Tag.
Diese 5-Zimmer-Suite mit Blick zum Brandenburger Tor und persönlichem Butler verfügt über einen 24-Stunden- Limousinenservice.


Für Sicherheitsfanatiker gibts dann noch die Präsidenten- Hochsicherheits-Suite für schlappe 12.500 Euro.


Dann waren wir schließlich am Brandenburger Tor - von der Ostseite aus.





Nicht jeder interessierte sich für diesen geschichtsträchtigen Ort.







Hier trennten wir und und jeder ging auf eigene Faust vom Brandenburger Tor am Mahnmal für die Opfer des Holocaust vorbei zum Potsdamer Platz.





Der Potsdamer Platz hatte sich gegenüber früher gewaltig verändert.

 


Doch wegen der Gebäude - hier das Sony-Center - waren wir nicht gekommen.



Wir hatten Karten für die Blue-Man-Group !!!



Besser konnte der Tag nicht enden.







Donnerstag:
Weitere Attraktionen


Natürlich streikten auch an diesem Tag die Leute der Berliner Verkehrsgesellschaft BVG. Aber zum Glück gabs ja noch die S-Bahn.


Mit ihr fuhren wir zunächst wie jeden Tag über das Ostkreuz bis zum Bahnhof Friedrichstraße.
Dieser Bahnhof liegt im Bereich des früheren Ostberlin und war ein Durchgangsbahnhof für  Züge und U-Bahnen aus dem Westteil der Stadt.  Sie durften hier nicht anhalten.



1930
2007


Die Friedrichstraße war in den Goldenen Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts die Amüsierstraße von Berlin.

Hier traf sich, wer am Abend Unterhaltung und Vergnügung suchte. Übrig geblieben ist aus dieser Zeit neben vielen kleinen Bars, Cafes, Cabarets und Theatern auch der Friedrichstadt-Palast.

Noch heute werden hier viele Shows für das Fernsehen aufgezeichnet und Konzerte veranstaltet.



Unser Weg führte uns an der größten jüdischen Synagoge vorbei zu den "Hackeschen Höfen".

In diesem Viertel kann man gut abends bei schönem Wetter an den kleinen Boutiquen entlang bummeln und gemütlich Essen und Trinken.

Leider war das Wetter weder schön, noch war es Abend.




Da es unser letzter Tag in Berlin war, trennten wir uns hier. Jeder konnte sich auf eigene Faust  noch ein paar Highlights vornehmen. Es sollen sich allerdings auch einige sofort wieder auf den Weg zum Hostel gemacht haben, um erst mal ausgiebig zu schlafen! Wahrscheinlich ein böses Gerücht.


Einige Eindrücke von dem, was man noch hätte sehen können:

Der Berliner Dom, von dessen Kuppel man einen tollen Blick über ganz Berlin hat:

- auf die Ruine des Palastes der Republik oder

- auf die Straße "Unter den Linden",

 


Im Nikolaiviertel sieht es so aus, als sei die Zeit stehen geblieben. Sehr gemütlich hier, allerdings besonders bei gutem Wetter.
Als wir da waren, hat es schwer gestürmt und zeitweise aus Kübeln gegossen. Leider.

Die Nikolaikirche ist die älteste Kirche Berlins.



Das Denkmal der alten Männer Karl Marx und Friedrich Engels mit junger Frau.
Im Hintergrund der Palast der Republik.




In der Nähe verkaufen Straßenhändler Krimskrams aus der Zeit der DDR und der Blütezeit des Ostblocks




Nach der Wende ist der Bürgermeister von Berlin in das Rote Rathaus in der Nähe des Alexanderplatzes umgezogen.





Eines der typischen Wohnhäuser im Ostteil der Stadt in Plattenbauweise.



Was auf den ersten Blick wie der gewaltige Sturmschaden am "park inn"-Hotel aussieht ist nur der Schatten des Fernsehturms am Alexanderplatz, der sich in den Fenstern spiegelt.




Einige von uns haben sich für das Olympia- stadion begeistert. Man hat sie allerdings nicht reingelassen. Schade eigentlich.

Ja und dann wäre da ja auch noch der Eisbär "Knut" im Berliner Zoo gewesen, den man hätte besuchen können. Aber weil der inzwischen auch schon zu groß geworden ist, interessiert sich wohl keiner mehr für ihn. Armes Tier.





Freitag: Rückfahrt nach Lüdenscheid

Das also war die Klassenfahrt der 10. Klassen nach Berlin. Eine Fahrt mit Hindernissen, letztendlich aber gelungen. Und was immer man erlebt hat, diese Fahrt wird man so schnell nicht vergessen. Bleibt uns nur noch, vom letzten Frühstück  zu berichten und der Tatsache, dass uns die beiden Busfahrer wirklich pünktlich um 10.00 Uhr abgeholt haben. Na ja, fast pünktlich: sie waren 53 Sekunden nach der vereinbarten Zeit am Hostel. Es sei ihnen verziehen.















Berlin, Berlin, wir waren in Berlin.




Zum Abschluss noch ein kleine Bilder-Gallerie zum Downloaden in Originalgröße. Viel Spaß.