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Liebe Mitglieder der Schulgemeinde,
mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 wird in Lüdenscheid die
Hauptschule Wefelshohl aufgelöst. Schülerschaft und Kollegium
werden in die
Albert-Schweitzer Schule aufgenommen.
Diese in
wenigen
Worten beschriebene Veränderung ist für die
betroffenen Schüler, Eltern und Lehrer nicht leicht zu
bewältigen: Von außen
betrachtet mag es keine große Sache sein,
zwei kleiner werdende Schulen zu einer
größeren
zusammen zufassen, um
ein vollständiges Unterrichtsangebot aufrecht zu erhalten. Von
innen betrachtet
– also aus der Sicht der Beteiligten – ist von einem Tag auf den
anderen nichts
mehr, wie es war. Alle müssen in dem vergrößerten
System erst einmal die neu
hinzugekommen Personen wirklich kennen lernen. Das gilt für die
Mitglieder der
„übrig gebliebenen“ Schule genau so wie für diejenigen, deren
Schule aufgelöst
wurde. Ob Eltern, Schüler oder Lehrer: wir müssen in der
veränderten Umgebung erst wieder
unseren Platz finden, von
dem aus wir das Geschehen mitgestalten können.
Um den Prozess des
Zusammenwachsens zu fördern und ihm auch
von Anfang an eine erkennbare Richtung zu geben, hat das neue,
erweiterte
Kollegium bereits eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung
absolviert, in
deren Verlauf wir uns auf gemeinsame
Ziele („Leitziele“) für die kommenden drei Jahre geeinigt haben.
Hinzukommen soll
noch ein „zündender“ Slogan, der zu unserer neuen Schule und den
Leitsätzen
passt. Es hat schon einige gute Vorschläge dazu gegeben. Damit wir
die
anvisierten Ziele nicht aus den Augen verlieren, haben wir eine
Steuergruppe
gebildet, die darauf achten soll, dass wir den „Kurs halten“ und
Vorschläge zur
Umsetzung der Leitziele machen wird. In dieser Gruppe sind
selbstverständlich
Lehrkräfte aus beiden bisherigen Schulen vertreten.
Damit sind
die
organisatorischen Voraussetzungen für die
Entstehung eines neuen „Wir-Gefühls“ gegeben. Trotzdem wird dieser
Prozess des
Zusammenwachsens sicherlich nicht von heute auf morgen erledigt sein.
Er wird
sich aber stetig entwickeln, wenn für alle Beteiligten im Umgang
miteinander
Respekt, Wertschätzung, Bereitschaft zur Zusammenarbeit und
Zuverlässigkeit prägend sind und erlebbar werden. Diese
Grundeinstellungen sind
meiner Meinung nach für das Gelingen bzw. Funktionieren von Schule
mindestens
ebenso wichtig wie die fachliche Qualifikation der Lehrkräfte, der
individuelle
Fleiß der Schüler oder die konkrete Mitarbeit der Eltern.
Ich möchte alle
Beteiligten bitten oder sogar auffordern, die
Chance, die in dem Neuanfang liegt, zu
sehen und positiv zu nutzen. Mit der Vergrößerung der
Mannschaft ist uns auch eine
größere Vielfalt an Möglichkeiten und Fähigkeiten
gegeben. Es wird jetzt darauf
ankommen, dieses Potential auch zu
entfalten, indem wir uns gegenseitig ermutigen und unterstützen.
Wenn uns das gelingt,
werden wir auch Eltern und Schüler
„mitnehmen“ können, nach dem Motto: „Werte wollen nicht als Worte
gehört,
sondern als Beispiele erlebt werden.“
Wenn wir es schaffen, die oben
genannten
Einstellungen und Haltungen
im Zuge des Neubeginns mit Leben zu füllen, und als Elemente
unserer
Schulkultur zu pflegen, dann bin ich zuversichtlich, dass unsere „neue“
Schule
ein Ort sein wird, an dem alle Beteiligten gerne leben und arbeiten.
Ihnen und Euch allen
wünsche ich
schöne, erholsame Ferien
und einen guten Start in das neue Schuljahr.
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