Umgang mit Unterrichtsstörungen
an der Albert-Schweitzer-Schule Lüdenscheid



DAS TRAININGSRAUMKONZEPT


Seit dem Schuljahr 2006/ 2007 gibt es bei uns an der Schule einen „Trainingsraum“
(nach Ford)  für die Klassen fünf und sechs, in dem die Schüler/innen lernen, ihr Sozialverhalten zu verbessern und die notwendigen sozialen Schlüsselqualifikationen zu erwerben.

Unserer Schule ist es wichtig, den Schüler/innen eine gute Lernatmosphäre zu schaffen, in der alle gerne gemeinsam lernen.
Leider wird das zuweilen durch Unterrichtsstörungen erschwert, worunter alle Beteiligten leiden.

Ziel ist es, die lernbereiten Schüler/innen zu schützen und ihnen einen entspannten, ungestörten und qualifizierten Unterricht anzubieten und gleichzeitig häufig störenden Schülern Hilfen anzubieten, über das eigene Verhalten nachzudenken, um in Zukunft eigenverantwortlich und sozial zu handeln.
Schüler und Schülerinnen sollen verstärkt angeleitet werden, Verantwortung für ihr Tun und Handeln zu übernehmen und die Rechte anderer zu respektieren.


Um dies zu erreichen, orientieren sich alle, die am Unterricht beteiligt sind, an der folgenden Vereinbarung.

Bei Verstößen gegen die Regeln wird das Trainingsraumverfahren eingeleitet.

Wenn ein Schüler im Unterricht stört, macht der Lehrer ihn durch folgende Fragen auf sein Verhalten aufmerksam. Der Schüler trägt dann die Verantwortung sein Verhalten zu verändern. Falls ihm das nicht gelingt und er ein zweites Mal stört, verlässt er  
den Unterricht und geht in den Trainingsraum.

Der Lehrer füllt einen Informationsbogen aus, damit der Kollege im Trainingsraum informiert ist und mit dem Schüler weiter arbeiten kann.

Es handelt sich um einen ruhigen Raum mit einzelnen Arbeitsplätzen.

Im Trainingsraum wird ein bestimmter Ablauf eingehalten.

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Die Schüler denken über ihr Verhalten nach und erstellen einen  Plan , um wieder am Unterricht teilnehmen zu können.
In dem Plan wird schriftlich festgehalten, wie die Schüler es schaffen wollen, Ziele, die ihnen wichtig sind, zu erreichen, ohne die Klasse zu stören.
Bei diesen Überlegungen erhalten die Schüler Hilfe durch einen im Trainingsraum anwesenden Pädagogen.
Diesen Plan legen die Schüler dem Lehrer vor, bei dem sie den Unterricht gestört haben.
Wenn der Lehrer einverstanden ist, nehmen die Schüler wieder am Unterricht teil.

Es gibt besondere Vorgehensweisen für Schüler, die wiederholt den Trainingsraum besuchen, sich verweigern oder sich im Trainingsraum weiter störend verhalten.
In diesen Fällen werden die Eltern in einem Gespräch in der Schule informiert.
In der Zusammenarbeit mit den Eltern werden Maßnahmen beraten, die den Schülern helfen können, erfolgreich am Unterricht teilzunehmen.


Da das Programm bereits gute Ergebnisse zeigt, soll es nach den Weihnachtsferien auch in der Jahrgangsstufe 7 eingeführt werden. Das Projekt wird von der Elternschaft der Albert-Schweitzer-Schule unterstützt.

Dem gesamten  Kollegium der ASH wurde das Konzept im Rahmen einer Fortbildung vorgestellt und einige Kollegen/innen zu Trainingsraumlehrer ausgebildet.

Am 7. November fand eine weitere Fortbildung mit dem Schwerpunkt  „Kooperative Gesprächsführung im Trainingsraum“ statt.